Günter Prange „Gouden Duif“ Gewinner von Deutschland und SUPERSTAR des Jahres 2010

Meppen:

Abseits der Hektik der Großstädte, am westlichen Rand Niedersachsens, nur knapp 20 Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt, liegt die alte Festungsstadt Meppen. Seit 1977 ist Meppen Kreisstadt des Landkreises Emsland, des zweitgrößten der Bundesrepublik Deutschland.
Mit derzeit gut 35.000 Einwohnern, ist der wohl bekannteste; Günter Prange, zumindest für Taubenliebhaber.

Er hat schon viermal die „Gouden Duif“ gewonnen. Eine bemerkenswerte Leistung ... aber wer ist jetzt Günter Prange? Günter ist ein ruhiger, aber sehr leidenschaftlichen Sportsfreund, einer der besten - wenn nicht: DER BESTE. Gibt es irgendwo Tauben mit Prange-Abstammung, steigen die Preise schnell in die Höhe, insbesondere wenn es sich um Nachzuchten des Ringlosen handelt ...! Auch im Jahr 2011 stand Günter Prange wieder auf dem Podium der „Gouden Duif“. Er gewinnt mit Abstand die „Gouden Duif  Deutschland " und machte den ersten Platz der Witsrecke. Um dies zu erreichen mussten natürlich außergewöhnliche Ergebnisse erzielt werden. Aber dazu später mehr; irgendwo hat Günter Prange den Stein der Weisen im Taubensportsport gefunden, denn es gibt in den ganzen  Jahren keine Saison, in dem er nicht besondere Erfolge vorlegen konnte.

Nationale AS-Tauben, bedeutende Meisterschaften, erste Preise in Folge, fantastische Serien: das ist die Visitenkarte von Günter Prange. Mit einem riesigen Engagement von Jahr zu Jahr- gewinnt er die höchste  Auszeichnung im „Gouden Duif " Wettbewerb, denn im Jahr 2000, 2001 und 2003 war er auch schon Gewinner. So holte er seinen vierten Sieg 2010. Er erzielte sechs Einträge und dass ergibt zwei mehr als Erika Meier, die auch auf eine herrliche Saison zurück blicken kann. Wenn Günter Prange die Sache ernst anpackt,  dann spielt er immer auf höchste Ebene. Es gibt auch Jahre in denen er nicht voll durch Spielt oder in denen er einfach nicht benennt.Ich erinnere mich an ein Jahr - und ich glaube, es war 2002- in die er während der Saison nach einigen Flügen einfach nach Schweden in den Urlaub fuhr. Nach seiner Rückkehr übernahm er wieder die Leitung, spielte in seiner Vereinigung nur 9 der 13 Flüge mit. Am Ende war er wieder unter den besten. Darüber hinaus, Günter ist nicht heiß auf Meisterschaften oder Medaillen, den einzigen Preis den er gewinnen will ist die „Gouden Duif“.

Wie kann ein Mann Taubensport auf einem solch hohen Niveau betreiben? Ist das Glück? Ist es die Qualität der Tauben? Ist es die ideale Atmosphäre auf seinem Taubenschlag? Ist es seine Begabung als Züchter? Oder hat der Erfolg von Günter Prange einen  weiterer Grund? Ich möchte versuchen sein Erfolg näher zu erläutern.

Die Schläge 

Wir werfen einen Blick auf die Taubenschläge. Es sind Schläge mit sehr viel Platz.  Die Schläge sind modern eingerichtet, in jedem Abteil sind in der Regel nur sehr wenig Tauben. Ich schätze, dass jede Tauben zwei bis drei m3 zur Verfügung hat. Günter, hat daher bei seinen Tauben keine Probleme mit den Luftwegen. Es riecht auf den Schlägen auch nicht nach verbrauchter Luft, die sich negativ auf die Form auswirken könnte. In seinem Schlag ist jedes Detail sehr gut durchdacht, dies gibt viele Möglichkeiten der Motivation.

Das Herz eines  jeden Züchters ist natürlich der Zuchtschlag. Das ist auch Bei Günter Prange nicht anders. Alle seine Zuchttauben haben einen riesigen Bereich zur Verfügung. Zwei solche Einzelboxen sind so groß wie ein vollständiger Zuchtschlag bei anderen Taubenzüchtern ...

Die Zuchtbasis

Es waren früher die Delbars, die Günter Prange den Erfolg brachten, später wurde die alte Basis von C & G Koopmann eingekreuzt. Zuchtvogel  Nummer Eins ist ohne Zweifel, der  94/2227959, ein Sohn des Beatrixdoffer  x  Sultana (von Eric mit Wonderduifje 056) von Cornelis und Gerard Koopman. Der ' 959 " ist Vater, Großvater und Uhrgroßvater einer ganzen Reihe  As-Tauben. Er hat besonders  mit der Bellenstäubin ' 736 "gezüchtet:  Deren Sohn, der 02098-97-330, flog in seiner Laufbahn  acht (8.!)  erste Preise und war auch ein hervorragender Vererber. In der Saison 2001 flog der  „330 " insgesamt 10 Preise und erreichte damit 968,01 As-Punkte von  1000 möglichen.

Ein anderer Sohn des ' 959 ", ist der sogenannte  „Ringlose " er war Vater von ausgezeichneten Zucht und Reisetauben. Seine Mutter war aus der alten Delbarsorte. Ein Sohn des Ringlosen, ist der 02098-99-802, er wurde in 2001 1. As-Taube von Deutschland. Eine Tochter des Ringlosen:, die 02098-99-704, brachte bei der Schlaggemeinschaft  Bernard Beumer und Theo Sandbothe den  05991-01-1011, der  im Jahr 2002 auch 1. As-Taube  von Deutschland wurde.

Im Jahr 2003 brachte erneut ein Sohn des Ringlosen für aufsehen . Er trägt die Ringnummer 02098-01-1009 und stammt aus der  Verpaarung Ringlose x  Nl-94-2783577 (aus ' Ons Louis  x Schwester Eric ") von Cornelis und Gerard Koopman. Dieser 1009 wurde mit 598,43 Punkte bei 600, 2. As-Taube von Deutschland.

Das Geheimnis seines Erfolges

viele Züchter denken, dass erfolgreiches Spielen mit solchen Tauben ein Kinderspiel ist.  Aber die Zucht ist eine Sache, erfolgreiches spielen auf höchster Ebene eine andere. Günter Prange spielt seine Methode. Die Prange-Methode. Er betreibt den Sport auf einem Niveau, dass für viele unbegreiflich ist. Bei Ihm zählen zuerst seine Tauben, der Rest ist zweitrangig. Er verbringt so viel Zeit auf seinem Taubenschlag , er lebt mit und für seiner Tauben.  Er sieht es den Tauben sofort an, wenn sie mal nicht richtig in Form sind. Er kennt ihre Stärken und Schwächen. Er ist ein sehr guter Beobachter und das gibt Ihm Vorsprung gegenüber seiner Konkurrenz. Darüber hinaus hat er immer nur sehr wenig Tauben, dadurch hat er sie besser unter Kontrolle  als ein Züchter mit einem großen Taubenbestand. Ein Züchter der über 100 Witwer hält – und davon gibt es genug- hat er dann noch die Zeit, jeden einzelnen Vogel  zu beachten? Denkt mal darüber nach! Günter Prange kennt seine Tauben durch und durch. Sie auch?

Die Saison 2010

Für die verschiedenen Meisterschaften konnte Günter Prange die Ergebnisse von nur sieben Flügen einreichen. Leider gab es nur zehn Flüge, bei denen er nur alte Tauben gesetzt hatte, es wäre ansonsten auf nationaler Ebene zu weitaus mehr möglich gewesen. Einmal fiel seine Antenne aus, einmal konnte er aus gesundheitliche Gründen nicht einsetzen  und ein Flug fiel wegen der starken Hitze aus. So blieben noch sieben Flüge über. Aber diese brachten einfach wunderbar Ergebnisse. 

Zum Schluß

Wir waren auf Besuch bei Günter Prange, einer der besten Taubenzüchter  von Deutschland und wie auch schon in der Vergangenheit war dieser Besuch einfach faszinierend.

Dirk Zoland

 

Einige fantastische Resultaten


09/5/10 Hilden (168 km) 1908 Tb. : 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 19, 79 (17/24)
30/5/10 Koblenz (261 km) 1724 Tb. : 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 27, 43, 95 usw. (15/23)
20/6/10 Achern (453 km) 4122 Tb. : 1, 2, 3, 4, 14, 16, 30, 46 usw. (9/12)
27/6/10 Müllheim (544 km) 3406 Tb. : 5, 7, 10, 19 usw. (8/9)
17/7/10 Koblenz (261 km) 634 Tb. : 1, 2, 3, 4, 5, 10, 14, 20, 38, 62, 79, 82 (12/12)
24/7/10 Chalon (660 km) 2063 Tb. : 1, 3, 6, 11, 22, 58, 66, 234 (8/8)

 

Mit diesen Ergebnissen wurde er SUPERSTAR des Jahres und Golden Duif Gewinner. 

Snelheid : 09.05 Hilden 1908 d. : 1, 2, 3 coëff. 0,31
Halve Fond : 30.05 Koblenz 1724 d. : 1, 3, 4 coëff. 0,46
Halve Fond : 20.06 Achern II 4122 d. : 1, 2, 3 coëff. 0,14
Halve Fond : 17.07 Koblenz 634 d. : 1, 2, 3 coëff. 0,94
Fond : 27.06 Müllheim 3406 d. : 5, 7 coëff. 0,35
Fond : 24.07 Chalon 2063 d. : 1, 3 coëff. 0,19